Die Krieger des alten Japan
Japan – der Mythos vom Land der Götter, geformt aus drei Tropfen vom Schwert des Götterpaares Izanagi und seiner Frau Izanam und ihrer Stiftung der Göttin Amaterasu, seit Anbeginn gebunden an Spiegel, Schwert, und Krummjuwel, begründet die Erzählung zur Entstehung des Inselreichs.
Mythen überdauern mit der Lebendigkeit ihrer Bilder, Helden und Geschichten, appellieren an die Fantasie und verbinden sich geschickt mit (oft langfristigen) Prägungen der nationalen Seele. Shinto, Zen und Buddhismus sind die geistigen (bisweilen auch geistlichen) Folien, vor deren Kulissen sich seit der Heian-Zeit, kulminierend im ersten Shogunat von Kamakura (1185), die Kriegerkaste (Schwertadel) professionalisierte. Später würde über das Tokugawa-Shogunat nach langen Kriegen die Reichseinigung erfolgen und für über zwei Jahrhunderte den Abschluss des Landes nach außen diktieren. Die bushi (Schwertkrieger) sollten dabei nicht nur im Kenjutsu höchst kunstfertig agieren; Philosophie, Ethik, Moral, Ehrgefühl, Pflicht und Loyalität waren neben Literatur und Kalligrafie dem Wertekanon der Samurai eingeschrieben.
