• Aktuelles im April

    Die gegenwärtigen (globalen) Krisen stellen insbesondere westliche Demokratien und ihre Gesellschaften vor große Herausforderungen, die in ihrer Gleichzeitigkeit an den Grundfesten ihrer Verfasstheit zerren und bisweilen dystopische oder apokalyptische Bilder in der öffentlichen Wahrnehmung produzieren: Klimakrise, Pandemie, Krieg Russlands gegen die Ukraine, Drohung mit einem Atomschlag gegen den Westen. Angst und Unsicherheit sind die Folge. Zu diesen äußeren Faktoren treten innere hinzu: Inflation, eine mögliche Wirtschaftskrise, Flüchtlingsströme, bereits vor dem Krieg äußerten zwei Drittel der Deutschen Zukunftsängste.

  • Aktuelles im März

    Die historischen Umwälzungen im Europa der Sattelzeit (Reinhart Koselleck) mit seinem beginnenden Transformationsprozess hin zu bürgerlich-kapitalistischen Formprinzipien trafen auf die Doppelstadt Weimar-Jena in ihrer Blütezeit. Bahnbrechende naturwissenschaftliche Erkenntnisse des 18. Jahrhunderts stießen auf die geistigen (Aufklärung) und sozialen Reformbewegungen sowie die grundstürzenden Entwicklungen in Nordamerika.

  • Aktuelles im Februar

    Joshua Cohen bei Schöffling: Vier neue Nachrichten, Buch der Zahlen, Solo für Schneidermann, Auftrag für Moving Kings. Pushcart Prize (2012), Mantanel Award for YoungPromising Jewish Writer/Poet (2013). Von „Granta“ (2017) zu einem der zehn besten zeitgenössischen Jungautoren gewählt. 2017/18 Samuel-Fischer-Gastprofessor an der FU Berlin.

  • Aktuelles im Januar

    Thomas Mann, Repräsentant des Patriziertums Lübecks, setzte der Stadt mit den Buddenbrooks ein Jahrhundertdenkmal, das auch im Niedergang jener Kaufmannsfamilie noch glänzte. In seinem Vortag „Lübeck als geistige Lebensform“ von 1926 im Theater der Stadt stellt Mann in einem Abschnitt einen Bezug zur Familie Niederegger her

  • Aktuelles im November

    In diesen Tagen über die Polarisierung oder gar Spaltung der Gesellschaft zu sprechen und zu schreiben, ist Trend, erzeugt Aufmerksamkeit. Im Pandemie-Jahr II scheint es, ist die Zerrissenheit nie größer gewesen, sind die Bedrohungen nie ernster gewesen (Stichwort „hybride Kriegsführung“, Migranten als „Waffe“), scheint die Ohnmacht und Hilflosigkeit eine ganze Gesellschaft ergriffen zu haben.

  • Neuere afrikanische Literatur – einige Überlegungen

    In diesem Jahr durften wir Zeugen von zwei bemerkenswerten und wichtigen Ereignissen werden. Zum einen die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an Tsitsi Dangarembga aus Simbabwe, die als Filmemacherin und Autorin längst zu den hervorgehobenen Stimmen der Gegenwartsliteratur des Kontinents zählt. „In ihren Filmen thematisiert sie Probleme, die durch das Aufeinandertreffen von Tradition und Moderne entstehen“, so der Stiftungsrat. 1988 debütierte sie mit „Nervous Conditions“ (dt. „Aufstehen“), 2006 folgte „The Book of Not“ und 2018 „This Mournable Body“ (dt. „Überleben“).

  • Aktuelles im November

    Bernardine Evaristo – Mädchen, Frau etc.
    Aus dem Englischen Tanja Handels | J.G. Cotta’sche Buchhandlung, Stuttgart 2021 (Tropen) | 507 Seiten, 25.- €

    Ethan Hawke – Hell strahlt die Dunkelheit
    Alfred A. Knopf NY, 2021 | Aus dem amerikanischen Englisch von Kristian Lutze | Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2021 | 327 Seiten, 23.- €

  • Aktuelles im September

    Die Autorinnen setzen sich zum Ziel, die kommunikative Korrespondenz von Person und Organisation in ein neues Bild zu fassen: Über den referenziellen Rahmen der Resonanztheorie Hartmut Rosas soll die Autopoiesis von Organisationen als sozialer Systeme (Luhmann) ein praktisches Werkzeug zur Erzeugung von Emergenz bereitstellen.