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Leipziger-Buchmesse-2019 (3)

Tomás Nevinson

Was zeichnet einen exzellenten Roman aus? Nicht selten gleich der erste Satz. Erste Sätze gelten als schwierig, manchmal uneinlösbar. Mit Scheitern verbunden. Gerade dieses tragische Scheitern macht sie dann zu großen ersten Sätzen. Marías gelingt die Kunst den ganzen Roman in diesem ersten Satz zu beschließen: „Ich wurde nach alter Schule erzogen und hätte nie gedacht, dass man mir eines Tages auftragen würde, eine Frau umzubringen.“

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Der Tyrann

Die Beschäftigung mit Shakespeare kann ein ganzes Leben füllen, es wäre ein ausgefülltes Leben. Stephen Greenblatt, Lehrstuhlinhaber in Harvard, führender Theoretiker des New Historicism, international geschätzter Shakespeare-Fachmann, legt mit diesem Titel eine Motiv- und Handlungsschau des Tyrannen vor, die Shakespeare nicht nur als profunden Dramatiker, sondern als ebensolchen Psychologen ausdeutet, der sowohl in Figur und Handlung als auch der kalkulierten Publikumsreaktion Finesse und Einfühlungsvermögen zeigt.

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Die Historiker und die Verfassung

Die Entwicklungsleistungen eines Gemeinwesens leiten sich in vergleichbarer Weise aus einer Sozialisation ab, die es dem Einzelnen zuvörderst ermöglicht sich in der Gemeinschaft zurechtzufinden. Ernst-Wolfgang Böckenförde hat das gleichnamige Diktum auf den Punkt formuliert: „Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann.“

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Die Summe des Ganzen

Das Unsagbare sagen, das Unvorstellbare zeigen, dem Opfer die Stimme geben. Beginnend mit dem Synodalen Weg bis zum Skandal in der größten deutschen Erzdiözese Köln um sogenannte rechtsfehlerhafte Gutachten und die Instrumentalisierung des Betroffenenbeirates, multum non multi. Lärm verbreiten dient den Interessen bestimmter Kreise ebenso wie das große mea culpa, mea maxima culpa. Beides verdeckt was fehlt: die Stimme der Opfer.

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